Poetik

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Antipoden

Meine Arbeiten aus Wort und Bild ergänzen sich und ergeben oft eine Einheit. Sie sind jedoch nicht vordergründig als gegenseitige Erklärung oder Illustration gedacht, sondern bilden eigenständige, unterschiedliche Ebenen, die häufig nichteinmal zur selben Zeit entanden sind. Sie können und sollen auch für sich sprechen. In ihrer Zusammenstellung ist es, als wollten sie einander eher anregend umkreisen, denn konkretisieren oder beschreiben. Dabei spannt sich manchmal ein weiter Bogen. Gedichte und Bilder oder Objekte können scheinbar ganz verschiedene Welten bewohnen. Märchenhaft, schwebend, seelentief, traurig und zart oder spitz und ironisch, fordernd und fragend bildet sich ein Reigen um den unergründlichen Kern.

Dann wieder kommt ein ganz anderer Tenor zu Wort.
Dann werden, fast nüchtern erzählt, Hintergründe aufgezeigt, die den Gedanken ein Geländer bieten, damit der Einstieg erleichtert wird und das Unbegreifliche ein kleines Stück näher rücken kann.

Meine Texte sollen Fenster sein, die selbst wenn sie verschlossen sind, doch Einblick geben und hinter denen etwas liegt, das nun wiederrum beinahe staunend in die Welt hinausblickt.
Da ich die Texte zu meinen Arbeiten grundsätzlich auch als Teil der Arbeit selbst begreife, denn sie sind ja gemeinsam in meiner Seele und damit im Schöpfungsprozess verwurzelt, nenne ich sie „Poetik“ – im Sinne von Wortkunst oder Wortschatz.
Da sie in mir wachsen und Raum beanspruchen wie eine Skulptur, beschreibe ich in der Annäherung an das Wort „Plastik“ eben diesen, für mich fast körperlich greifbaren, Charakter. Zusammen mit der Plastizität der bildnerischen Arbeit möchte ich daraus einen mehrdimensionalen Einklang weben.

Deshalb findet sich auf meiner Seite auch keine strikte Trennung der unterschiedlichen Medien und Projekte. Meine Einteilung der Kategorien in Grafik, Plastik und Poetik ist fließend und nur als erste Orientierung zu verstehen.

 

 

 

 

 

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